Coworking – was ist das?

Coworking © Kirill Kedrinski - Fotolia.com

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Coworking – was versteckt sich eigentlich hinter diesem englischen Begriff? Übersetzt bedeutet das so viel wie “Zusammen Arbeiten” und bezeichnet den modernen Trend, dass unterschiedliche Freiberufler, Kreative oder Angestellte eines jungen Start-Up-Unternehmens in einem gemeinsamen Raum arbeiten und so voneinander profitieren können. Obwohl jede Person mit ihren eigenen Aufgaben und Projekten beschäftigt ist, kann die Infrastruktur wie Drucker, Scanner, Telefone, Beamer oder Besprechungsräume von allen benutzt werden. Auch gemeinschaftliche Aktivitäten wie Workshops oder Veranstaltungen können durchgeführt werden. Die Nutzung bleibt jedoch stets unverbindlich und flexibel. Die Räumlichkeiten für solche Zusammen- oder wohl eher Nebeneinander-Arbeit werden auch “Coworking Spaces” genannt.

Die meisten solcher Coworking Spaces gibt es den USA, aber der Trend schwappt langsam aber sicher auch in die europäischen Metropolen. In Deutschland gibt es etwa 50 gemeinschaftlich genutzte Büroräume. Vielen Coworkern ist es wichtig, zu beweisen, wie effektiv diese Arbeitsformen sind und sie als neue Arbeitsmethode zu etablieren. Deswegen finden auch regelmäßig Veranstaltungen namens “Jellys” statt, bei denen sich zum gemeinsamen Diskutieren und Arbeiten verabredet wird. Die Zahlen sprechen für sich: Rund 40 Prozent aller Coworker verzeichnen ein höheres Einkommen als in ihrem früheren, regulären Arbeitsumfeld. Neben dem großen finanziellen Plus, das durch die flexible Nutzungsmöglichkeit entsteht, ist auch die meist ungewöhnliche Zusammensetzung der Mitarbeiter ein kreativer Nährboden für neue Ideen, Forschung, Entwicklung und jungen Start-Up-Unternehmen.

Genau so läuft es auch im Betahaus in Berlin: Der Coworking Space versteht sich als Konglomerat aus gemütlichem Kaffeehaus, Bibliothek, Internet-Café, Home Office und Campus. Seit Januar 2009 gibt es das Büro im ehemaligen GSG Hof direkt am Moritzplatz im Multi-Kulti-Bezirk Kreuzberg. Überwiegend Designer und Architekten nutzen bislang das Betahaus. Es gibt drei Besprechungsräume, einen Bereich fürs ruhige Arbeiten, einen Raum zum Telefonieren und einen zum Entspannen, sowie ein Café. Relativ neu ist eine ganze Etage für Start-Ups.

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