Eine innovative Art der Strahlenmessung, soll genauere Ergebnisse für die unklaren Strahlenwerte in der japanischen Katastrophenregion Fukushima möglich machen.
Bislang herrscht noch keine Sicherheit über die tatsächlichen Strahlenwerte im Unfallgebiet. Die japanische Regierung liefert nämlich nur widersprüchliche, spärliche Informationen zum Grad der Verstrahlung. Es wird auch bezweifelt, ob die staatlichen Messverfahren ausreichend genau sind, um ein realistisches Bild von der Gefährdungslage zu zeichnen.
Das Open-Data-Projekt Safecast, dass sich erstmals auf dem “Learning from Fukushima”-Symposium in Berlin präsentierte, will für mehr Transparenz in Fukushima sorgen. Deshalb wurden 150 freiwillige mit Geigerzählern bestückt, die an verschiedenen Stellen der betroffenen Provinz Strahlungswerte festhielten.
Safecast stellt die ermittelnden Daten, für alle zugänglich ins Netz. Es handelt sich um Open Data. Gegründet wurde die Gruppe von Sean Bonner, einem Hacker, Jio Ito, Direktor am MIT Media Lab, sowie Pieter Franken, einem Dozent an der Tokioter Keio-Universtität. Die finanziellen Mittel für dieses einzigartige Projekt sammelten die Gründer über sogenanntes Crowdfunding. Auf dem Portal “Kickstarter” konnten Privatpersonen, die an den Erfolg dieser Unternehmung glaubten, direkt durch Spenden investieren.
Als schwierig erwies sich zu Beginn vor Allem die Ausstattung mit ausreichend Geigerzähler, denn diese waren auf dem Privatmarkt hautpsächlich nur aus alten Sowjetbeständen mit veralteter Technik zu haben. Da das Projekt mittlerweile mit der Frima International Medcom zusammenarbeitet konnte das Problem gelöst werden. Die neuen Messgeräte sind mit einem GPS-Modul ausgestattet, die ihre Daten direkt an einen Server senden und so schnell ausgewertet werden können.
Die Daten, die mit diesen mobilen Geräten gemessen werden, in Kombination mit denjenigen aus den 300 fest installierten Geigerzähler Japans führten nach einer gründlichen Auswertung zu erstaunlichen Ergebnissen.
Denn die Strahlung sei laut Forecast unregelmäßig über das ganze Gebiet verteilt, so dass manche Evakuierungen unnötig waren.










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